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Ihr Förderverein

Die Eltern suchen eine klare Werteorientierung
Frank Olie, Evangelische Schulstiftung, im Interview

Rund 9500 Kinder besuchen Schulen in der Trägerschaft der Schulstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Nachdem die Stiftung seit 2004 kontinuierlich gewachsen ist, wird die aktuelle Schulgründung in Cottbus vorerst die letzte in Brandenburg sein. Mit Frank Olie, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, sprach die RUNDSCHAU über die Ursachen.

Herr Olie, nach den Sommerferien geht in Cottbus ein neues evangelisches Gymnasium mit über 40 Schülern an den Start. Das soll die vorerst letzte Schulneugründung ihrer Stiftung sein. Warum?
Wir sind seit der Gründung unserer Stiftung 2004 kontinuierlich gewachsen. Zunächst sind wir mit sieben Schulen in Berlin an den Start gegangen, dann kam auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne in Neuruppin die erste Brandenburger Einrichtung dazu. Doch die von der Landesregierung beschlossenen Kürzungen zwingen uns zur Zurückhaltung. Unser Ziel muss es jetzt sein, den Bestand zu konsolidieren.

Wie wollen Sie den Verlust durch sinkende Zuschüsse ausgleichen?
Auf jeden Fall werden wir versuchen, das nach Einkommen gestaffelte Schulgeld stabil zu halten. Eine Erhöhung kommt für uns kurzfristig nicht infrage, weil wir auch künftig allen Bevölkerungsschichten offen stehen wollen. Auch die Lehrergehälter werden nicht angetastet. Unsere Pädagogen werden nach dem Tarifvertrag unserer Kirche vergütet, daran ...

Unser Profil

  • Ziel und zentrales Anliegen ist es, christliche Werte in den Schulalltag einzubringen und für christlich orientierte Schüler und Eltern den gewünschten schulischen Weg ins Leben zu bieten.
  • Das Evangelische Gymnasium will eine Schule im Geiste des Evangeliums sein und das Lernen in christlicher Schulgemeinschaft im ökumenischen Geist ermöglichen und fördern.
  • Gleichwohl steht es allen Lernenden unabhängig von ihrer religiösen, konfessionellen oder weltanschaulichen, sozialen oder ethnischen Herkunft offen – wenn sie der Ausrichtung der Schule im Sinne des Schulprofils offen gegenüber stehen.
  • Fundament für diese Ausrichtung sind der christliche Glaube und ein Menschenbild, das jeden Menschen als Geschöpf Gottes sieht. Daraus folgen die Achtung der Individualität und die Sicht auf den ganzen Menschen.
  • Im praktischen Sinne bedeutet dies,:
    • das Fach LER ist in der Stundentafel nicht enthalten;
    • Religionsunterricht wird wöchentlich i.d.R. zweistündig erteilt;
    • Teilnahme am Religionsunterricht, an Andachten und Schulgottesdiensten wird als Pflichtveranstaltung akzeptiert.

Warum braucht Cottbus ein Evangelisches Gymnasium?

Viele Eltern und Kinder wünschen sich eine ...

  • weiterführende konfessionelle Schule.
  • diese soll ein Gymnasium werden, weil:
    • 80 % der Schüler der Evangelischen Gottfried Forck Grundschule in den vergangenen 10 Jahren als weiterführende Schule ein Gymnasium gewählt haben.
    • eine werteorientierte Schule mit Schwerpunkt Musik gewünscht wird.

Schwerpunktbildung

  • Der Spielraum, den die staatlichen Vorgaben zulassen, wird gezielt zur Schwerpunktsetzung im Sinne des Schulprofils genutzt.
  • Sowohl durch Pflichtstunden als auch durch ein vielfältiges Angebot an Arbeitsgemeinschaften wird die christliche Grundorientierung im Sprachenangebot und in allgemein bildenden Fächern wie z.B. Geschichte und Latein unterstützt.
  • In Zusammenarbeit mit dem Konservatorium ist dies vorgesehen für die musische Ausrichtung des einen Zuges durch die Erhöhung der Zahl der wöchentlichen Musikstunden im Rahmen der Möglichkeiten der Stundentafel.
  • Die Nachmittagsangebote werden in Zusammenarbeit mit dem Konservatorium auf die Interessen „junger Musiker“ besonders eingehen.
  • Die Teilnahme am Schulchor ist als übergreifender Schwerpunkt vorgesehen;
    die Musica Sacra an der Oberkirche St.Nikolai wird hier federführend sein.
  • Die Teilnahme am Religionsunterricht ist in beiden Zügen verbindlich.

Ausgestaltung

  • Eine „private“ Schule bietet die Möglichkeit, Eltern und Schüler an der Gestaltung der Stundentafel zu beteiligen (im Rahmen der gegebenen staatlichen Vorgaben).
  • Die Vorgaben des Bildungsministeriums werden selbstverständlich voll und ganz erfüllt.
  • Sie werden im Interesse der Schülerinnen und Schüler mit einem guten Standard umgesetzt.

Zugangskriterien für das Ev. Gymnasium Cottbus

  • Es ist keine Voraussetzung, dass die Schüler getauft sind.
  • Eltern müssen nicht konfessionell gebunden, aber dem Profil aufgeschlossen sein.
  • Lehrer müssen einer Kirche der ACK (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen) angehören.